Wandelgottesdienst

„Wandelgottesdienst“ am 15. Sonntag nach Trinitatis – 23. September 2017

Eine besondere Form hatte der Gottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis. Nicht, wie gewöhnlich, dass man Platz nahm und an seinem Platz blieb bis zum Ende des Gottesdienstes, sondern das Aufsuchen verschiedener Plätze (und Orgeln) in der St. Marienkirche war bestimmend an diesem Sonntag.

Die Gemeinde versammelte sich zum Beginn vor der großen Papeniusorgel, wo Pfarrer Matthias Stephan den Gottesdienst begann und das Eingangslied erklang.

Nach dem Eingangsgebet stimmte die Schola das Kyrie an, unter dessen Klängen die Gemeinde in die Taufkapelle zog, um den Gottesdienst fortzusetzen.

Dort wartete etwas ganz Besonderes. Bisher stand nur eine leere Hülle der Ilbersdorfer Orgel/Gieseorgel dort. Jetzt ist sie aufbereitet und spielbar.

Kantor Winfried Kuntz ließ die Gemeinde teilhaben an den neuen Klängen in der Bad Belziger Marienkirche.

Noch weiß man nicht, wie man die Orgel nennen soll. „Tauforgel“ könnte eine Bezeichnung sein, soll sie doch zu den Taufen (aber auch zu anderen Gottesdiensten) erklingen.

Von diesem neuen Element in der Kirche machte sich die Gemeinde auf zum traditionellen Hochaltar, wo Matthias Stephan das Evangelium für diesen Sonntag las und predigte.

Die Gemeinde sang vor und nach der Predigt zu den Klängen der Kabinett-Orgel.

Und schließlich endete der Gottesdienst mit einem Lied der Schola, dem Segen und Klängen der Dorforgel aus Toppel.

Eine schöne Idee, die ganze bauliche und klangliche Vielfalt der Marienkirche in einen Gottesdienst einzubeziehen. Vielleicht kann man dies auch zu einer Tradition werden lassen.

Text: Wolfgang Biedermann

Kirche Region Bad Belzig
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