Einwurf: Auferstehung – Zum Artikel „Auferstehung? Schnee von gestern!“ in der Märkischen Zeitung vom 16.3.2019

Wer am Samstag (16.3.) die MAZ aufschlug, Rubrik Fläming, sah ein großformatiges Bild der Belziger Pfarrerin, darunter eine Überschrift: „Auferstehung? Schnee von gestern!“. Im anschließenden Beitrag ging es um die Frage, wie das Leiden Jesu theologisch zu deuten sei. Hintergrund war, dass der Pfarrkonvent des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg sich kürzlich mit diesem Thema beschäftigt hat.

Leserinnen und Leser der MAZ haben sich irritiert über den Beitrag gezeigt. Zu Recht! Ich möchte hiermit kurz darauf reagieren:

1. Es ist gut, Zeitung zu lesen. Und es ist gut, wenn auch kirchliche Themen in unserer Zeitung vorkommen. Aber es ist wichtig, genau hinzuschauen! Deshalb:

2. Glauben Sie nicht alles, was in der Zeitung steht! Die Auferstehung von Jesus Christus als „Schnee von gestern“ zu bezeichnen, käme mir nicht in den Sinn. Auch von Helmut Kautz werden Sie so etwas nicht hören. Hier hat der Redakteur anscheinend übermütig zuspitzen wollen – und dabei seinem eigenen Artikel widersprochen. Denn:

3. Das Leiden Jesu und seine Auferstehung lassen sich nicht auseinanderreißen. Das Leiden bekommt nur von der Auferstehung her Sinn, die Auferstehung vollendet den Leidensweg Jesu. (So steht es auch im letzten Absatz des Artikels.) Deshalb:

4. Lassen Sie sich nicht von platten Überschriften ins Bockshorn jagen. Bleiben Sie kritisch! Und wenn Sie mögen, besuchen Sie unsere Andachten und Gottesdienste in der Passionszeit und besonders Karfreitag und Ostersonntag.

Herzlich Ihre Christiane Moldenhauer

Zum obenstehenden Artikel in der Märkischen Zeitung

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